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Über direktfoto

Die wichtigsten Themen sind meistens auch die schwierigsten, vordergründig betrachtet, die wichtigsten Themen aber sind auch die interessantesten, das ist eigentlich jedem klar, wobei wichtig vieles ist und Schwieriges eigentlich auch einfach ist.

Warum erscheint die Lösung der in den interessantesten Themen befindlichen Probleme uns heute, besonders der Jugend, nicht einmal mehr denkbar, schon gar nicht realisierbar, ja naiv? Warum erscheint die Beschäftigung mit gesellschaftlichen Ansprüchen als Zeitverschwendung? Unter Level, nicht Gegenstand der eigenen Erfahrung, Geschwätz gescheiterter Generationen, out – unendlich out, kein Anschluss unter dieser Nummer. Anerkennung, das einzige gebliebene Ziel ist um jeden Inhalt verarmt, reduziert auf den reinen High Score. Die unerreichbare Macht, gescored auf MySpace von 45.000 Freunden, die alle schreiben, Respekt, was Du erreicht hast, wird verkörpert von einem gelangweilten Besserwisser, der in Bildern brutaler Unterordnung die Frauen und die Schwachen verletzt. Eine gekippte Revolution, gestorben an der Unfähigkeit, die eigenen Ziele durchzusetzen. Die Frauen sind der greifbare Ersatz für die Ableitung der Energien, Ersatz für die fehlenden Möglichkeiten von Gesellschaftsgestaltung und die fehlende Anerkennung für das Erkennen und Nutzen der vorhandenen.

Die Schwachen stehen aber auch für die über Generationen weiter getragene Erfolglosigkeit der Jugendlichen und Abschottung der Eltern, die eins ums andere Mal der Jugend ihre Erfahrungslosigkeit vorwerfen. Sie entziehen sich auf einfache Weise der Kritik der Kinder daran, dass sie ihre ideellen Ziele selbst nicht erreicht haben, die Nichterreichbarkeit aber auf vielerlei Weise faktisch zum Dogma erhoben haben. Umso unmöglicher wird es Jugendlichen, die in der Schule oder woanders gelernte Kritikfähigkeit erfolgreich im Leben anzuwenden.

Direktfoto will alle Menschen, mit denen direktfoto zum Beispiel in einem fotografischen Projekt Kontakt aufnimmt, gewinnen. Auf der Homepage können interessierte Zeitgenossen Beiträge kommentieren. Direktfoto läd Schülerinnen und Schüler zu Projekten ein, an denen sie während ihrer Schulpraktika und darüber hinaus mitwirken können. Direktfotos Kunden, Redaktionen, Verlage, Werbeagenturen, Mediengestalter, Organisationen und die erst Kunden werden wollen, sind eingeladen, immer wieder Neues zu finden in einer wachsenden Bilddatenbank, einem wachsenden Archiv, zukünftig auch mit Videofilmen, mit aktuellen und brisanten Ergebnissen zu ganz verschiedenen Themen, die die Vielseitigkeit unserer Zeit sichtbar machen, in ihrer Fortschrittlichkeit und in ihren Problemen. Wir werden dabei sein, mit journalistischen Projekten, Fortschritte machen, Probleme lösen, und wollen erleben, wie Vorstellungen zu Wirklichkeit werden.

Die aufzeichnenden, die ästhetischen, die spielerischen Weisen der Darstellung und Gestaltung nehmen wir mit Bildanalyse, Aufnahmen und Texten und medial in den Griff. Wir wollen Verhältnisse aufzeigen und die Notwendigkeit von Veränderungen unabweisbar machen.

Ist eine kreative Agentur darum eine feministische Agentur? Ja, weiblich ist sie, weil weibliche Vorstellungen grundsätzlich immer etwas sehr kreatives haben, immer lösungsorientiert und sehr effektiv sind, feministisch, weil die Entfaltung weiblicher Vorstellungen an entscheidenden Stellen auch heute in vielen Bereichen schwierig ist, das Ausmaß und die Vielfalt weiblicher Lebensvorstellungen gerade erst anfängt aufzubrechen, und damit viele Fortschritte erst möglich und denkbar werden und sie müssen ihre Selbstverständlichkeit für die Zukunft erst noch behaupten, feministisch deshalb, weil Aufklärung auch heute vieles erst ans Licht bringt, Frauen Interessantes erst so richtig funkeln lassen, und bereits Erreichtes nicht wieder verloren geht oder in Gefahr gerät, vergessen oder ignoriert zu werden, feministisch auch deshalb, weil Aufklärung immer ein feministisches Ziel war, feministisch auch deshalb, weil die Gleichheit der Frauen die Gesellschaft erst vollständig macht und robust als moderne Gesellschaft.

Schüler testen Deutschland“, ein laufendes Thema wird sehr spannend werden. Hierzu sind auch Schülergruppen, gemischte, also auch Jungs zur Mitwirkung herzlich eingeladen.

Erkunden Sie die direktfoto Homepage mit Magazin und Schüler-Blog, mit Datenbank und Shop, Online-Katalogen, Forum und mehr, abonnieren Sie schon jetzt den kostenlosen direktfoto-Newsletter und den RSS-Feed.

Direktfoto bietet Frauen Mitarbeit, Praktika und Ausbildung.

Wir werden die klassischen Themen aus Wirtschaft, Bildung, Kultur, Politik, aus Natur und Freizeit, aus Stadt und Land aus unserer eigenen Sicht zeigen. Und ebenso wird direktfoto die schwierigen Gebiete, wie z.B. die kulturelle Integration, die Prostitution oder die Jugendkultur mit ihren vielen Facetten oder das Leben älterer Menschen in spannenden Bildern und Beiträgen erschließen.

Die Agentur direktfoto läd die Redaktionen, Verlage, Werbeagenturen, Buch- und Presseverlage, Organisationen, Mediengestalter in Deutschland und im Ausland, lokal und bundesweit, ein, direktfoto Kunde zu werden und die Verwendung der Fotos und Produkte aus der Datenbank und dem Archiv als willkommene Quelle in die tägliche Arbeit aufzunehmen. Im Shop können Sie hochwertige Ausdrucke bestellen und es gibt dort interessante Angebote.

Direktfoto fängt erst an und will wachsen, aber immer ganz besonders für die gezielte Suche, für das besonders gute Bild die Adresse sein.

Direktfoto wird widersprechen, Fragen beantworten, Vorstellungen verwirklichen und fordert dies auch.

Die Notwendigkeit, attraktive ästhetische Vorstellungen den herrschenden Bildern von Pornografie und Gewaltverherrlichung und deren Alleinstellung als erotische Leitbilder entgegenzusetzen, kann eine Diskussion zur Kunstgeschichte bewirken oder eine Betrachtung heutiger Medien oder die Thematisierung von Sex und Erotik in eigenen Projekten.

Mein Vorbild ist Alice Schwarzer und das Magazin EMMA. Alice Schwarzer trifft mit ihren Beschreibungen, Analysen, Forderungen direkt auf die Zwölf. Sie erzeugt Angriffe und Rechtfertigungsverhalten. Mancher wird auf die eigenen Versäumnisse gestoßen, was nicht gern zugegeben wird und darum immer wieder zu Ablenkungsversuchen, falschen Behauptungen und dummen Rezensionen und Kommentaren führt. Man fühlt sich angesprochen und reagiert. Alice Schwarzer beschreibt die wirklichen Zusammenhänge. Sie rettet die Liebe für ganz Deutschland. Das ist fantastisch und das alle reagieren ist auch sehr sympathisch, ja erleichternd. Es bestätigt im Übrigen ihre hohe Attraktivität. Die Reaktionen sind Rechtfertigungen der eigenen Realität, der eigenen Lebenszusammenhänge, Rechtfertigungen, nicht selbst etwas Wesentliches gesagt oder gefordert zu haben, sondern verzichtet zu haben. Sie greifen dabei mit aller Energie zu Falschdarstellungen, gängigen Zuordnungsmustern, hauen in bekannte Kerben, in der Hoffung, die Leser werden ihnen zustimmen, weil sie auch gern in dieselben Kerben hauen. Zum Selbstzweck gewordener Journalismus, gescored vom Publikum der Kommentatoren, verarmt zur Selbstreproduktion. Ersatz statt Wahrheit. Die Definition der Kunst als kunstvolle Irreführung, die Definition der Liebe als Pornografie. Mit dieser Art Selbstinszenierung, die nur darauf wartet, dass etwas Wichtiges passiert, lässt sich, gestützt von den Medien, viel Geld verdienen. Wie viel Geld lässt sich mit der Wahrheit verdienen? Vermutlich viel mehr. Der Verzicht auf die eigenen Ideen, das Verbot der Revolution, die Unterordnung im Hauptberuf machen Wesentliches zu tagtäglichen Nebensachen, für die man sich bestenfalls zusätzlich persönlich engagieren darf und stürzen die Gesellschaft in Gewalt und den Verlust des Wissens darüber, was Liebe eigentlich ist.

Die inhaltlich und ästhetisch prägende Wirkung von EMMA ist brisant, fordernd, gesamtgesellschaftlich. Sie eckt an, auch weil sie ästhetisch hoch attraktiv ist. Das revolutionäre an EMMA ist ihre Wirklichkeit, ihre Existenz, dass es sie wirklich gibt und was und wie sie ist. EMMA zeigt nicht nur auf und fordert Veränderung, sie ist auch als politisches Magazin sehr vielseitig und unterhaltsam und mit ihr selbst ist fortschrittliches Leben eingelöst, dazu mit einem gesellschaftlich sehr großen Wirkungsgrad. EMMA ist viel mehr als ein Frauenmagazin. Oft wird gesagt, dass es ja eigentlich gut sei, dass es sie gibt, da man so immer wieder in den Genuss von EMMA käme. Man bemerkt in der Beschreibung oft eine gewisse Hilflosigkeit gegenüber der Tatsache, dass EMMA ein hoch kompetentes, brisantes, immer aktuelles, hoch politisches Magazin ist, das seine Existenzberechtigung in keiner Weise durch die Aktualität der Frauenfrage zu rechtfertigen hätte.

Direktfoto freut sich auf eine spannende Zukunft. Wir wollen verbinden, wovon alle bestreiten, dass es möglich sei: Wirtschaftlichkeit und Menschenfreundlichkeit, Professionalität und Machbarkeit. Wir wollen unsere eigenen Erfolge erleben und Erfolge Deutschlands.

Direktfoto heißt Sie willkommen auf der Plattform der Agentur!

Ute Voigt, 2007

 

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