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Alice Schwarzer zum Bundespräsidenten!
Alice Schwarzer ist eine riesige Chance für Deutschland. Alice Schwarzer gibt diesem Land eine Identität. Innenpolitisch und außenpolitisch, in Europa und in Bezug auf die Welt, Alice Schwarzer wäre der beste Bundespräsident. Alice Schwarzer hat den Schlüssel für die Zukunft. (Teil 1 / noch in Arbeit)
Alice Schwarzer ist das größte Role-Model aller Zeiten. Ihre Bedeutung für jeden Einzelnen und für die Gesellschaft kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Alice Schwarzer ist die führende Philosophin, die Philosophin des 21. Jahrhunderts und des 20. Jahrhunderts. Sie gibt die grundlegenden Antworten unserer Zeit, Alice Schwarzer ist die führende Ideologiekritikerin. Alice Schwarzer schafft eine eigene Ideologie und politische Theorie. Alice Schwarzer gründete 1976 den weltweit einmaligen, unabhängigen Verlag, die EMMA Frauenverlags GmbH, den sie als Verlegerin zu größtem Erfolg gebracht hat. 1977 gründete sie die Monatszeitschrift EMMA, die als einziges unabhängiges Magazin weltweit bis heute erscheint und immer wieder heftige Debatten und vielbeachtete Kampagnen auslöst. Die Publikumszeitschrift EMMA ist an Attraktivität in Allem und in Inhalt und Ästhetik, nicht zu überbieten. EMMA ist professionell und qualitativ einzigartig gut. Alice Schwarzer initiierte 1983 und leitet ein umfassendes, modern erschlossenes historisches Archiv, die Spezialbibliothek zu Geschlechtergerechtigkeit und Genderforschung, das gleichzeitig ein kulturelles Zentrum ist. Der FrauenMediaTurm (FMT) - ‘Das feministische Archiv und Dokumentationszentrum’ ist ein Informa- tionszentrum zur Geschichte der Emanzipation. Mehr darüber, wie Frauen diesen stolzen Ort eroberten und was sie darin tun, in: ‘Ein Turm für Frauen allein’ (1994). Der FMT ist ein Hort des lebendigen Gedächtnisses von Frauen, ein Informationszentrum für Geschlechtergerechtigkeit und Genderforschung. Er wird genutzt von Medien, Forschung und Politik. Der FMT ist Mitglied bei ida (dem Dachverband der deutschsprachigen Frauenarchive) und steht im Austausch mit den zentralen allgemeinen deutschen Archiven und Bibliotheken. Der FMT ist seit September 2005 online. Seit 1994 hat das zehn Jahre zuvor gegründete Archiv seinen Sitz in dem mittelalterlichen Bayenturm zu Köln am Rhein. Der FMT ist im deutschsprachigen Raum die thematisch umfassendste, modern erschlossene Spezialbibliothek zu Geschlechtergerechtigkeit und Genderforschung. Es ist dies ein einmaliger Schatz deutscher Geschichte. Alice Schwarzer betreibt Meinungsbildung und politische und kulturelle Initiativen mit Auswirkungen bis in die Gesetzgebung. Alice Schwarzer hat Fernsehgeschichte geschrieben. Dies ist nur ein kleiner Vorgeschmack, unten sind alle ihre Gründungen, Initiativen, Mitgliedschaften, Auszeichnungen und Preise, Lebensdaten, die Bücher der Autorin und die Bücher der Herausgeberin kompakt aufgeführt.
Dem entsprechend, und das ist noch lange nicht alles, profitiert Deutschland in hohem Maße seit langem von Alice Schwarzer. Alice Schwarzers Ideologie weist in die Zukunft. Alice Schwarzer schreibt eine eigene Literatur. Alice Schwarzer schafft eine eigene Ästhetik. Mit großer Ausdruckskraft schafft sie immer wieder neue Foren der Teilhabe und Auseinandersetzung.
Alice Schwarzer ist die größte Persönlichkeit von historischer Bedeutung. Deutschland könnte sich mit Alice Schwarzer identifizieren, sie ist aus eigenem Schaffen prädestiniert dafür wie niemand sonst. Alice Schwarzer ist der ideale Bundespräsident in ihrer ganzen Geschichte und Bedeutung. Man kann sie mit niemandem vergleichen. Ihre Bedeutung ist an sich die entschiedende Bedeutung. Der Respekt und die Achtung, die jeder einzelne Alice Schwarzer entgegenbringt kennt keinen Vergleich. Alice Schwarzer ist die ur-demokratischste Kraft, die es überhaupt je gab. Alice Schwarzer, eine Frau, die zu ihrer Lust und ihrem Leben steht, die gestaltet und mehrt.
Merkel ist nicht die Mutige, die die Wahrheit ausspricht, dass Alice Schwarzer das Amt des Bundespräsdidenten zusteht und niemand sonst. Kleinkarierte Eifersucht wird von Merkel und ihrem System eingesetzt, um eine Frau der Weltgeschichte anzugreifen, um sie den Deutschen vorzuenthalten, den armen Deutschen, die sich auch kaum wehren können. Armes Deutschland!
Es lebe die Hochburg der Liebe, es lebe die Hochburg der Kompetenz, es lebe die Hochburg der Internationalität, es lebe die Hochburg der Freiheit, es lebe die Hochburg der Geschwisterlichkeit, es lebe die Hochburg der Kreativität, es lebe die Hochburg der Professionalität, es lebe die Hochburg des Mutes, es lebe die Hochburg der Aufklärung, es lebe die Hochburg der Lebendigkeit, es lebe die Hochburg der Hoffung, es lebe Alice Schwarzer!
Auch wenn es heute weit verbreitet ist zu meinen, hoppla, jetzt komm ich, so findet diese Einstellung in keinem Industrieunternehmen Unterstützung, natürlich auch nicht bei Alice Schwarzer oder bei EMMA. Es wäre auch absurd, es wäre der Ruin, der Ruin jedes Unternehmens- wertes, der Ruin jeder Marke. Niemand kann Alice Schwarzer als seinesgleichen beanspruchen. Die “neuen Mädchen” müssen sich vor Augen führen, dass sie keine Führungsqualitäten haben und überhaupt nichts mitzureden haben.
Alice Schwarzer hat einen großen Erfahrungsschatz in Deutschland und weit darüber hinaus gemacht, auch ihre Wirkung geht weit über Deutschland hinaus. Sie zeigt allen, allen Altersgruppen, aber auch besonders Jugendlichen, Lebensvorstellungen und Möglichkeiten, diese zu verwirklichen. Für uns Frauen ist sie als Unternehmerin ein wirkliches Beispiel weiblicher Lebensformen. Männer begegnen ihr auf gleicher Augenhöhe. Mit Alice Schwarzer erst kommt wirklich Bewegung in die ganze Auseinandersetzung und in das Geschlechterverhältnis sowieso. Alice Schwarzer, das heißt auch: Große Schätze, die man nicht missen möchte. Sie hat mit intellektueller Analyse immer die schwierigsten Themen angefasst und Veränderungen der Gesellschaft bewirkt. Sie kann alle Fragen beantworten und sei es zu Sex und Gewalt und sie ist für alle genau das Vorbild, das ansonsten so sehr fehlt. Als Unternehmerin hat sie eigene Vorstellungen erfolgreich durchgesetzt, ohne einem vordefinierten Bild zu entsprechen. Sie hat vorgemacht, was alle Nachkriegsgenerationen bestritten haben, dass man seine eigenen Vorstellungen in der Gesellschaft verwirklichen kann, ohne sich den Verhältnissen unterzuordnen. Man muss die Verhältnisse stattdessen verändern, da wo sie unzureichend oder schlecht sind.
Alice Schwarzer muss Bundespräsident werden. Gleichzeitig wäre Alice Schwarzer auch die beste Showmasterin einer Show wie “Wetten, dass!”. Ich würde sie gerne sehen. Alice Schwarzer sollte außerdem den Literaturnobelpreis und ebenso den Friedensnobelpreis bekommen.
Die Schönheit von Alice Schwarzer sitzt!
Die schöne Frau, Alice Schwarzer, hat schon immer gesessen, auch im sitzen. Sie hat ihre Beine immer so gestellt, wie sie es will, auch im Fernsehen, übrigens schon in den 70er Jahren. Das kann man in den alten Filmen und Gesprächen wunderschön sehen. Ich habe noch nie eine Frau gesehen, die so unvergleichlich sitzt.
Als sie 1984 im WDR mit Rudolf Augstein diskutierte, war ihre Präsenz in dem Gespräch eine 100%ige. Nicht nur mit den Worten, sondern auch mit dem Körper, mit den Beinen, beherrschte sie das Gespräch in gleicher Weise, wie Rudolf Augstein.
Alice Schwarzer ist von einer außergewöhnlichen Schönheit, einer ganz eigenen Schönheit. Man entdeckt diese sehr reiche Schönheit, wenn man sich von den vorgegebenen Rollen- und ästhetisierten Schönheitsbildern befreit.
Die Werbung hat es tatsächlich erreicht, dass viele Leute die Leistung eines Menschen nur noch danach beurteilen, ob er diese Bilder erfüllt.
Alice Schwarzer hat eine eigene, ganz starke Ästhetik geschaffen. Alice Schwarzers Styling war immer perfekt. Alice Schwarzer kann mit einem perfekten Styling spielen, das kann sonst keiner. Sie war von Anfang an revolutionär. Alice Schwarzer kehrt die Herrschaftsverhältnisse um.
Alice Schwarzer widerspricht in ihrer Ästhetik so treffend Einordnungen, dass sie immer wieder unglaublich heftige Reaktionen hervorruft.
Alice Schwarzer könnte das Ganze auch komplett am Arsch vorbei gehen. Alice Schwarzer ist für die Veränderung der Gesellschaft nicht die Bohne zuständig oder verantwortlich. Alice Schwarzer nimmt an der Gesellschaft teil, sie beteiligt sich.
Es ist Alice Schwarzer jedoch auch heute zu verdanken, wie so ungeheuer vieles, dass es überhaupt ein Bewusstsein über Gewalt und ihre Ursachen in unserer Gesellschaft gibt und dass viel dagegen getan wird und überhaupt getan werden kann. Viele sehr erfolgreiche Maßnahmen gegen Gewalt gehen auf ihre, Alice Schwarzers, Initiative zurück.
Wenn Alice Schwarzer Bundespräsident wäre, könnte sie vielleicht nicht gleich, auf der Stelle, das Paradies errichten.
Der deutsche Zwang zur Ehrlichkeit
Alice Schwarzers Kampagne, Frauen gegen den § 218, 374 Frauen bekennen “Ich habe abgetrieben”, war 1971 mit einem Schlag in der ganzen Republik das entscheidende Thema. Alice Schwarzers Autorität trug diese Aktion, die von durchschlagender und grundlegender Wirkung bis in unsere heutige Gesetzgebung war. Die treffende politische Aussage, die in vielen Fällen auch persönlich zutraf, schützte die Frauen vor persönlicher Verfolgung und war sehr wirksam. Kaum eine politische Aktion war von einer solchen Autorität und Klarheit geprägt und von so viel Erfolg gekrönt, wie Alice Schwarzers Aktion, 374 Frauen bekennen “Ich habe abgetrieben”. Alice Schwarzer kann eine politische Aktion zum Ziel führen. Wer diese Aktion angreift und Alice Schwarzer vorwirft, sie hätte ja gar nicht wirklich abgetrieben, befindet sich noch auf dem Zerfalls-Tripp des Kaiserreichs.
Indem die wichtigsten Abgeordneten des deutschen Reichstags sich 1917 nach der Friedensresolution der Mehrheitsparteien, die ein Lösungsvorschlag zur Beendigung des Krieges war, einfach in einem Bubenstreich von der Monarchie über ihre Einstellung abfragen ließen, das ist so absurd, wie bitter ernst, dass man es eigentlich gar keinem erzählen mag, haben sie die Autorität ihres eigenen politischen Standpunktes und die Autorität des Reichstags zerstört. Dies ist nur eine, aber die auslösende Katastrophe in dem Zusammenbruch des sich selbst zersetzenden Staatssystems, die es wie ein Kartenhaus zusammenstürzen ließ. Der Autoritätsverlust des Reichstags belastete die Demokratie bis in die Weimarer Republik hinein schwer und war ein wesentlicher Grund für ihr Scheitern. Einer der Abgeordneten ließ sich dann auch noch von Militär und Monarchie vorschicken, um den nicht selbst verursachten Waffenstillstand zu unterzeichnen. Dieser selbstverletzende Autoritätsmangel hat dem Faschismus den Weg bereitet. Noch heute begegnet man Lösungsvorschlägen allseits mit Verachtung, mit einer grundsätzlichen Verachtung, die sich durch die ganze Gesellschaft zieht und die man sich, besonders als Jugendlicher, eigentlich gar nicht erklären kann.
Der deutsche Hang zur Herabsetzung
Ich fordere von der ARD, ihren gewalttätigen Rufmord, den sie seit mehr als einem Jahr im Internet veröffentlichen lässt, mit sofortiger Wirkung zu löschen. Die ARD bedroht Alice Schwarzer, indem sie durch schwer wiegenden Eingriff in das Persönlichkeitsrecht von Alice Schwarzer vorsätzlich gegen das Allgemeine Persönlichkeitsrecht von Alice Schwarzer verstößt. Andere Personen und Unternehmen verschaffen sich auf dieser Basis, vor dem Hintergrund des täglich international präsenten Rechtsbruchs der ARD, ökonomische und andere Bereicherungsgewinne. Mehrere Aufforderungen an den WDR Chefredakteur der Sendung Maischberger, die auf YouTube veröffentlichten Teile und Verfremdungen speziell aus der Sendung Alice Schwarzer moderiert Maischberger, und aus anderen Sendungen zu löschen, führten nicht zum Ziel. Wer ist der Auftraggeber?
Angela Merkel?
Sie versündigt sich an Alice Schwarzer.
Alice Schwarzer und das deutsche Fernsehen
Spitze wäre eine eigene Fernsehsendung von Alice Schwarzer. Sie gehört einfach ins Programm. Vor allem ist Alice Schwarzer jeder Gesprächssituation in gesellschaftlich umfassender Weise gewachsen. Das ist sonst niemand. Alice Schwarzer ist der Medienprofi, wie kein anderer. Alice Schwarzer kann die problematischste Gruppe verschiedener Menschen durch die schwierigsten Themen führen. Alice Schwarzer polarisiert. Sie schafft die kürzeste und stärkste Verbindung zwischen den Gegensätzen. Auch, und gerade zwischen den unausgesprochenen deutschen Gegensätzen. Das kann sonst niemand. Alice Schwarzer gibt Deutschland ein Rückgrat. Ihre Kompetenz zeichnet sie in höchstem Maße aus. Auf der anderen Seite fasziniert sie den Zuschauer mit großer Spannung und Fokussierung und kann ihn in immer neue Themenzusammenhänge entführen. Sie selbst hat eigene, wenn auch wenige, aber außerordentlich gute Fernsehfilme gedreht. Alice Schwarzer hat schon seit 1975 Fernsehgespräche zweier Kontrahenten in direktem Gegenüber ins Fernsehen gebracht. Solche heute oft fälschlich als Duell bezeichneten oder gar angelegten Gespräche sind als Genre sehr beliebt im öffentlich rechtlichen Fernsehen geworden. Mit lebendiger Auseinandersetzungsfreude und unübertrefflichem Humor, mit der Art und Vorbildhaftigkeit ihrer gesamten Rolle, verschafft Alice Schwarzer jeder Sendefolge, in der sie auftritt, große Publikums- und große intellektuelle und menschliche Erfolge. Für Alice Schwarzer selbst muss eine eigene Sendung erst noch erfunden werden. Man erahnt vielleicht schon, wie spannend und unterhaltsam eine Alice Schwarzer Sendung wäre. Ist das in dem Fernsehen denkbar, das wir haben? Missbraucht das Fernsehen nicht vielmehr seinen öffentlich rechtlichen Auftrag, wenn es eine solche Sendung nicht schon längst gibt? Alice Schwarzers Beiträge allein haben eine grundlegende Wirkung in all die verschiedenen, auch spielerischen Sendereihen auf Gesprächs- und Spielbasis hinein, die ausgestrahlt werden. Sie hat mit jedem ihrer Auftritte die wirksamsten gesellschaftlichen Tabus aufgerissen, und damit ganzen Sendereihen auf die Beine geholfen. Alice Schwarzers Werke werden in den Medien, auch im öffentlich rechtlichen Fernsehen, viel zu oft systematisch falsch dargestellt. Man verschweigt penetrant, oft ganz nebenbei, die ganze Urheberschaft an ihren eigenen Werken, das heißt, man versucht ihre Bedeutung zu verringern. Der Grund liegt auf der Hand: Ihre Beiträge sind außerordentlich wertvoll. Ist das Fernsehen nicht bereit, eine angemessene vertragliche Regelung zu treffen? Oder wird hier ein Exempel statuiert, wie man richtig gute Unterhaltung abserviert, ins Nichts fallen lassen will, um stattdessen weiter immer neue Talente auszulutschen. Man reduziert Menschen auf Talente, lässt sie tanzen und tauscht sie nach Belieben aus. Dieses System erhält seine eigene Macht, eine Männermacht, und offenbart seine Langweiligkeit und Zermürbtheit. Die Unterbewertung von Alice Schwarzer durch die Sendeanstalten ist seit langem mit dem Auftrag des öffentlich rechtlichen Fernsehens nicht mehr vereinbar. Wann wird es eine individuelle Alice Schwarzer Sendung geben? Eine Alice Schwarzer Sendung, wie sie für ihre männlichen Kollegen, Gottschalk, Schmidt, Friedmann, Sloterdijk, lange selbstverständlich ist. Wie in der Politik, lässt man Frauen nur in die austauschbare Talkshowfront aufsteigen, aber wann macht man ihnen auch Platz in den Reihen der Netzwerke dahinter?
The One & Only Alice Schwarzer
Es gibt nur die Eine uns sonst keine.
Weibliche Vorstellungen
Die Gesellschaft lässt weibliche Vorstellungen nicht zu. Alphamädchen, der Versuch, durch Leistung die Rollen der Männer zu erobern, es ihnen gleich zu tun, ist kein geeigneter Schritt zu weiblichen Lebensformen. Wenn Frauen vorgefundene Rollen in ihrem Sinne verändern, laufen sie auch heute gegen Mauern der Ignoranz und einer schockierenden Bevormundung. Frauen werden dermaßen für dumm verkauft, dass man es nicht glauben mag. Kraft, die kein Mann aufbringen muss, ist notwendig, um zu gleichberechtigten Lebensformen und Chancen zu kommen. Es ist ein Spießrutenlaufen und man wird mit Peitschenhieben angetrieben.
Kaum jemand entlarvt Rollenbilder und setzt ihrer brutalen oder subtilen Wirkungsweise etwas entgegen. Unsere Gesellschaft ist über Generationen hin von dem Irrtum geprägt, der in der 68er Jugendbewegung tragisch deutlich wurde, Verhältnisse seien nicht zu ändern, es gäbe nur Anpassung, den Weg durch die Instanzen oder die Kriminalität. Die Anpassung führte in den Egoismus, die Kriminalität ins Abseits und in den Tod und der Weg durch die Instanzen, als Weg des Bittstellers, konservierte eine Art Obrigkeitsdenken. Dabei übernahm die Rolle der Obrigkeit ein Bild, ein ästhetisiertes Erfüllungsbild, ein Menschenbild, das besonders stark auf Frauen bezogen ist. Sie sollen vorgegebenen Schönheitsidealen nachlaufen und müssen wenn´s hart kommt auf ihre eigenen Vorstellungen verzichten. Zusammen mit dem verklärten Freiheitsideal der Pornografie erscheinen Frauenbilder immer brutaler pervertiert oder einfältig, z.B. auf Sexseiten im Internet, in der Werbung und überall. Frauen werden von Pornoproduzenten und von den Medien einfältig dargestellt. Die Brutalität macht dieses weibliche Rollenbild der Unselbständigkeit allgemein besonders wirksam.
Zur Begründung der Beschränktheit von Frauen werden, wie immer, wenn Fortschritte greifbar nah waren, Wissenschaft und Religion eingesetzt und man geht rückwärts.
Was als aufbrechende Freizügigkeit, bedingt durch das Internet, proklamiert wird, ist eine Kompensation bisher unterdrückter, zurückgebliebener Vorstellungen, die, gebettet in pornografische Webseiten und neben Hardcore Pornos, nun endlich als harmlos erscheinen sollen. Deshalb wagt man sie überhaupt erst zu äußern. Die Fantasien einiger Intellektueller auf YouTube z.B. gleichen der rückschrittlichen Erotik sogenannter, ganz gleich, ob libertärer oder libertinärer Art aus dem 19. Jahrhundert, die auch nur vor dem Hintergrund einer eindeutigen Machtstruktur zur Einteilung der Frauen in entweder die selbständige Hure oder die versorgte Hausfrau aufblühen konnte. Der Freiheitsbegriff wurde Ende des 19. Jahrhunderts in die Schranken von Sitte und Anstand verwiesen. Es verbietet sich, in unseren Tagen in diese Kategorien zurückzufallen.
Schon 1846 dagegen schrieb Friedrich Engels
“Die Menschen haben sich bisher stets falsche Vorstellungen über sich selbst gemacht, von dem, was sie sind oder sein sollen. Nach ihren Vorstellungen von Gott, von dem Normalmenschen usw. haben sie ihre Verhältnisse eingerichtet. Die Ausgeburten ihres Kopfes sind ihnen über den Kopf gewachsen. Vor ihren Geschöpfen haben sie, die Schöpfer, sich gebeugt. Befreien wir sie von den Hirngespinsten, den Ideen, den Dogmen, den eingebildeten Wesen, unter deren Joch sie verkümmern. Rebellieren wir gegen diese Herrschaft der Gedanken.” in “Die deutsche Ideologie”. Marx/Engels, MEW 3, S. 13, 1846/1932
Jugendliche erleben kreative Lebensgestaltung viel zu wenig als wirkungsvoll.
“If you can´t beat ‘em, join ‘em!”, eine Einstellung aus den 1970er Jahren, führte zu Anpassung. Die Machtmechanismen der Eltern hatten ihre Begründung in der Reaktion auf Faschismus und Krieg und nicht in der geradezu gegensätzlichen Situation der Freiheit und des Wohlstands der eigenen Gegenwart. Die Jugendlichen verhielten sich, entsprechend den brutalen Erfahrungen der Eltern, unsicher und unausgeglichen und gingen über die Formulierung von Überzeugungen und Ansprüchen kaum hinaus. Die Eltern hielten umso mehr an historischen Zwängen fest und gingen der Auseinandersetzung aus dem Weg. Die Erfahrungen der Jugendlichen, bei der Entfaltung ihrer Möglichkeiten unerwartet Knüppel zwischen die Beine zu bekommen, verunsicherten eine ganze Generation und werden bis heute weitergetragen.
Unter diesem Druck hielten politisch engagierte Jugendliche auch an den griffigen Frauenrollen als Machtersatz fest und sahen die bereits real existierenden Gestaltungsmöglichkeiten für jeden Einzelnen genauso wenig, wie ihre Eltern diese sehen wollten. Deutschland – ein bis heute währender Zustand der Verarbeitung, der droht sein Ziel nicht zu erreichen.
Sicher hatten alle gehofft, es würde nicht so weit kommen und sie selbst würden nicht die große Rolle dabei spielen. Es ist aber soweit gekommen und nicht zu tolerieren, dass Frauen und Jugendliche in eine Porno- und Gewaltszene rutschen, dass es diese Szene überhaupt gibt, dass sie verharmlost wird und dass auch sonst Frauen wieder in alte Klischees gedrängt werden. Die Allgemeinheit schaut teilnahmslos oder hilfesuchend zu und kommt über ein empörtes Arme schwenken nicht hinaus. Aus Angst oder in heimlicher Bewunderung der Täter und in der Ästhetisierung der Pornografie zum Freiheitsideal werden immer noch die Opfer verurteilt. Die Werbung, verbreitet über die Medien, hat erreicht, dass junge Frauen jetzt für ihre eigene Sexualität und Erotik nur noch den Begriff Pornografie verwenden wollen. Pornografie ist modisch schick geworden, eine Art Gesellschaftsspiel. Pornografie soll die Möglichkeit bieten, Triebe zu befriedigen ohne die heute sogenannten Altlasten einer ganzheitlichen und anspruchsvollen Lebensauffassung weiter mitschleppen zu müssen.
Parallel dazu gilt heute die Einstellung als schick, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, und es gilt heute als altmodisch, wer eine zutreffende Meinung stets kraftvoll ausgedrückt und mit Lust und Leichtigkeit verwirklicht hat. Heute wird wieder suggeriert, wahre Liebe sei zu schwierig und sie wird, wie früher schon seit Jahrhunderten immer wieder, aus der öffentlichen Wahrnehmung weggeschoben, Liebe wird verboten.
Eine Chance auf Anerkennung sehen Mädchen zunächst oft eher im Streben zum Model oder in der Erfüllung angesagter Rollen. Anerkennung ist eine der wesentlichen Grundlagen des Lebens. Das wird auch heute, lange nach Sigmund Freud, noch ignoriert und wird durch Lob für Rollenerfüllung und Gehorsam ersetzt. Eine unter Männern hoch gehandelte Frauenrolle ist die der vergewaltigten Frau, die das angeblich genießt. Kaum jemand gelangt mittels eigener Autorität durch die Schranken der Verunsicherung zu einer grundlegenden Verwirklichung der eigenen Ideen. Kaum jemand wagt diesen Anspruch überhaupt zu stellen. In dem Gestrüpp von Fehlzuweisungen und falschen Projektionen drohen die kreativen Anteile an Ästhetik und Mode einer persönlichen, freien Gestaltung entzogen zu werden. Dabei fehlt nichts mehr, als wirkungsvolle Vorbilder in ästhetischer, erotischer und auch sexueller Lebensgestaltung, die die Augen öffnen für die Sensibilität dieser Bereiche und sie aus dem Tabu der Machtausübung in die Wirklichkeit holen.
Von Martin Luther bis zu Alice Schwarzer
Nicht einmal in den 10 Geboten der christlichen Religionen werden Frauen als gleich betrachtet. Die Kirchen bezeichnen die Frau also immer noch als Eigentum des Mannes. Die Kirchen haben das bis heute nicht geändert, auch ein Gebot zur Achtung der Würde und Förderung der Kinder und Jugend haben sie in keiner Weise hinzugefügt. Stattdessen behaupten sie eine Art Verfügungsrecht über den Bauch der Frauen während der Schwangerschaft. Eine schwangere Frau kann die Bedürfnisse des Lebens einer schwangeren Frau und ihre Situation selbst am besten beurteilen. Sie könnte alle anderen in dieser Frage beraten, sie im Falle eines Schwangerschaftsabbruchs zu einer Beratung zu zwingen, entmündigt sie. Selbstverständlich bedeutet das, ihr alle modernsten beratenden und medizinischen Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen.
Nicht nur die evangelische Kirche baut auch heute auf die Anschauungen Martin Luthers, mit denen um 1515 die Reformation begann. Man könnte sagen, er befreite die Gläubigen von den Pflichten der Buße und des Ablasshandels, die die Kirche zum Erhalt der Gnade auferlegte. Er vertrat die Ansicht, dass der glaubende Mensch allein durch Gottes Gnade, ohne jedes eigene Zutun, von Gott gerechtfertigt werde. Die Autorität habe Christus, nicht die Kirche, jeder Einzelne sei nur Gott gegenüber verantwortlich. Er forderte die Freiheit eines Christenmenschen als eine Freiheit im Leben. Obwohl Luther die Religion von der Politik und politischer Macht trennte, beschränkte er seinen Freiheitsbegriff auf die Christen. Seiner Theorie zugrunde lag die Ansicht, dass der Mensch seines Wesens nach Sünder sei.
Martin Luther änderte zurzeit der Bauernaufstände seine anfängliche Unterstützung der Bauern in ihren Forderungen nach Verbesserung der gesellschaftlichen und ökonomischen Lebensumstände, nachdem Bauern einen Landesherrn getötet hatten. Er nutzte das Spannungsverhältnis zwischen den Landesherren und der katholischen Kirche aus. Seine Empfehlung von dem Moment an, Aufstände bedingungslos niederzuschlagen, wurde weitgehend befolgt. Sie bedeutete, dass Luther die persönliche Freiheit und Verantwortung für sich forderte, den Bauern aber, über einen Kamm geschoren, Menschenrechte absprach und wurde zu einer einfachen Propaganda für die Niedermetzelung von 130.000 Bauern. Gerade diese Einstellung widerspricht unserem heutigen Rechtstaat. Es wird also Zeit, das lutherische Weltbild zu korrigieren. Wer das nicht tut, handelt unverantwortlich gegen die Menschenwürde und die Gesellschaft. Das spricht die Bauern nicht von dem Vorwurf frei, dass sie ihre Ziele nicht selbständig vertraten, sondern stattdessen die Veröffentlichungen Luthers als Rechtfertigung für die Durchsetzung ihrer eigenen Ziele vorschoben.
Wir stehen heute an der Schwelle zu einem grundsätzlichen Betrachtungswechsel, ähnlich dem frühzeitlichen, dass die Welt rund sei oder ähnlich der Kopernikanischen Wende, nämlich dem, dass der Mensch gut ist, die Menschen gut sind ihres Wesens nach, dass sie wertvoll und zu achten sind.
Die Anschauung “Von den Umdrehungen der Himmelskörper” veröffentlichte Nikolaus Kopernikus schon 1543 und begründete sie mit Naturbeobachtungen und auch mit der Schönheit der Sonne, die im Zentrum stehend, alles beleuchte. Martin Luther verspottete Kopernikus Anschauungen. Als Galileo und Kepler sein heliozentrisches Model auch mathematisch bewiesen hatten, verbot die katholische Kirche es dennoch, obwohl seine Gültigkeit längst nicht mehr angezweifelt wurde. Anfang des 19ten Jahrhunderts wurde es offiziell anerkannt. Erst in der Zeit der Aufklärung trennte man auch den Freiheitsbegriff von der Religion. Man begriff Freiheit und Gleichheit als Rechte des Menschen selbst. Aufklärung, Bildung und Fortschritt nahmen zu.
In der Weimarer Republik gelang es Deutschland nicht, das Erreichte der Aufklärung in die eigenen Hände zu nehmen. Obwohl die außen- und innenpolitische Lage immer stabiler und zukunftsorientierter wurde, entsprach die nach wie vor herrschende Ideologie des Militärs, die Krieg als Naturgesetz betrachtete und Weltherrschaft anstrebte und die von den gespaltenen sozialdemokratischen Parteien zum Schaden nicht entmachtet worden war, dieser Entwicklung nicht. Die Ideologie der im Krieg besiegten Macht zersetzte Deutschland von innen, entzog der legislativen Politik den Boden und bekämpfte sie aus dem Hinterhalt mit Lügen und Morden. Dies ist die Tragödie der Weimarer Republik. Das gesellschaftliche Fundament für eine Politik der Demokratie begann nicht einmal zu wachsen. Man könnte vieles dazu beschreiben. Die Ermordung Walter Rathenaus musste jedem klar zu Bewusstsein bringen, dass Aufklärung und Fortschritt mit allen Mitteln, auch mit den Mitteln des Terrors, bekämpft wurden. Die Demokratie wurde mühelos wieder zerstört.
Max Horkheimer und Theodor W. Adorno setzten die Aufklärung, historisch verstanden, mit dem gleich, was ihrer Meinung nach die Folge der Aufklärung sei, Machtergreifung und Massenbetrug, als dialektisches Ergebnis derselben. Sie nahmen sich damit das einzige geeignete Mittel, womit die geschichtlichen Situationen zu begreifen waren, in denen die notwendige Macht zur Verwirklichung der eigenen, historisch mit der Aufklärung gewachsenen Standpunkte, nicht eingenommen worden war und gaben die Verantwortung dafür bzw. für die dann nicht mehr kontrollierbaren Folgen aus einem falsch verstandenen Aufklärungsbegriff heraus der Aufklärung selbst. Außerdem stürzten sie eine ganze Jugendbewegung in Perspektivlosigkeit und Barbarei und entzogen sich deren Forderungen nach praktischen Konsequenzen aus der Lehre mit Polizeigewalt. Bei dieser Verschleierung der Begriffe ist es leicht, apokalyptische Vorstellungen von der Vereinnahmung des Einzelnen in modernen Industriegesellschaften heraufzubeschwören.
Die Überhöhung einer Zukunftsvision, in der Industriefirmen und –mächte, entpersonalisiert und unerreichbar, das Diktat der Welt führen, woran man selbst nichts ändern könne, war ein zwanghaftes, aber auch geschicktes Herbeiführen einer neuen Obrigkeit im Denken, unter der man sich weiter so verhalten konnte wie vor der Befreiung vom Nationalsozialismus. Man konnte sich jeder Auseinandersetzung entziehen und auch der Verantwortung. Horkheimer und Adorno sahen egoistisches Überlegenheitsverhalten als gegeben an, blieben den Beweis dafür aber schuldig. Frauen sind dabei ausführende, untergeordnete Wesen. Schon bei der Entstehung der “Dialektik der Aufklärung” diskutierten Horkheimer und Adorno und Adornos Frau, eine promovierte Chemikerin, führte regelmäßig Protokoll. Horkheimer und Adorno bieten keine Lösungen dafür, wie die von ihnen beschriebene angenommene Übermacht aufzuheben sei. Es fehlt die Idee, dass diese Macht keine Übermacht ist, sondern eine Gesellschaft, die aus Menschen selbst besteht, die sie bilden und gestalten.
Mit ihrer Philosophie war die Fortsetzung des Obrigkeitsdenkens in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg gelungen. Horkheimer und Adorno gaben eine Haltung wieder, die die Verantwortung für die Gestaltung der Welt weit von sich schob und eigene Initiativen als naiv, dilettantisch und hilflos erscheinen ließ. Von da aus war die Flucht ins Fachmännertum vorprogrammiert bzw. den Fachmännern wurde der Weg zur intellektuellen Führungskaste bereitet. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus wurde im Schatten dieser Philosophie zur intellektuellen Kür und blieb ansonsten aus. Schlimmer noch, in der Ablenkung auf eine düstere Zukunftsvision steckt auch eine Gleichsetzung mit der Übermacht der gerade zurückliegenden Zeit und in der Definition der Machtlosigkeit wird jede Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Zukunft sinnlos.
Der Satz, der Bürger, der dem Kantischen Kategorischen Imperativ aus der Kritik der praktischen Vernunft zustimme “Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne”, folge keiner wissenschaftlichen Vernunft, sondern einer Narretei, wenn er sich deswegen einen materiellen Gewinn entgehen ließe, lässt Werte wie Liebe und Zuneigung in diesem System als bedeutungslos und machtlos erscheinen und weckt den Eindruck, dass sie keine Rolle spielen, obwohl sie die eigentliche Ursache menschlichen Handelns sind. Diese Ideologie öffnet Steueroasen und zum Selbstzweck gewordener Profitmaximierung und Korruption Tür und Tor und macht sie zum eigentlichen Ziel, sie ersetzt Liebe und Leben durch Abzocke und Druck nach unten.
Das schildbürgerhafte dieser Einstellung ist, dass sie verkennt, dass selbstverständlich auch ökonomische Gewinne ausschließlich nur durch positiv aufeinander bezogene Ideen- Entwicklungs- und Produktionsprozesse erwirtschaftet werden. Alice Schwarzer hat diesen Zusammenhang mit ihren Unternehmen beispielhaft und entwaffnend bewiesen.
Der menschliche und gesellschaftliche Schaden, den diese Herrschaftsideologie verursacht hat und bis heute verursacht, ist nie beziffert worden. Es wird Zeit, dass diese Herrschaftsideologie verschwindet.
Alice Schwarzer hat zur selben Zeit, seit den 1960er Jahren, Freiheit und Gleichheit ganz ins gesellschaftliche Bewusstsein gerückt. Dazu war es notwendig, die Frauen in den Mittelpunkt zu stellen. Die Frauen hatten damals noch eine, auch in den gesetzlichen Grundlagen, untergeordnete Rolle und haben diese im Bewusstsein und Verhalten der Gesellschaft und im persönlichen Verhalten überwiegend auch heute noch. Beginnend mit Alice Schwarzers Aktionen zur Reform des §218 bis zur aktuellen PorNO Kampagne, sind durch ihre Werke Freiheit und Gleichheit endlich auch für Frauen im deutschen Gesetz und Recht verankert worden, notwendige Schritte, die Jahrhunderte lang gefehlt hatten. Alice Schwarzer hat Deutschland politisch und gesellschaftlich geprägt und sie hat mit ihren Unternehmen ein Beispiel ökonomischer Teilhabe gegeben. Schwarzer gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen der Welt. Schwarzer hat mit ihren Unternehmen und ihren Werken eine Utopie zu Wirklichkeit gemacht. Sie selbst ist, stellvertretend für ihr Verhalten, eine Utopie. Die Utopie, im Jahre 1516 Titel eines Romans, der ein ideales Gesellschaftssystem als Republik beschreibt, blieb bis heute immer wieder eine nie losgelassene Gesellschaftsvision.
Alice Schwarzer allein sprengt das Gebäude der Philosophie der Kritischen Theorie, das aus den 1960er Jahren und davor stammt und bis heute wirkt. Alice Schwarzer zu beschreiben heißt Breakdance fahren durch die ganze Philosophiegeschichte. Mit ihrer eigenen starken Ästhetik in Text und Bild und in ihrem Auftreten ist sie darüber hinaus ein Role Model, nicht nur kulturell betrachtet, sondern das einzige wirklich große Role Model Deutschlands und in der Welt. Sie schüttelt das historische Trauma der Machtlosigkeit der Freiheit ab, beendet die verklärte Identifikation mit dem Scheitern, schafft Foren und Formen des Partizipierens, und zeigt, dass gesellschaftliche Möglichkeiten reichhaltig existieren. Sie fordert mit Macht die Verbesserung der Verhältnisse und erreicht damit Bewusstseinsveränderung und konkrete Gesellschaftsveränderung. Alice Schwarzer ist die Wirklichkeit des Fortschritts in jeder Art und dazu unser bestes Vorbild.
Philosophin der Aufklärung
Manchmal ruft Alice Schwarzer Aufschrei und Entrüstung hervor.
Da Leben und Liebe aus der Professionalität und dem Berufsleben seit langem herausgefallen sind, und in der Familie aufgefangen werden, wo sie so auch nicht funktionieren können, entstehen Parallelwelten. Viele Menschen, womöglich die Mehrheit, kommen damit schwer klar. Wenn Alice Schwarzer, wie selbstverständlich, beides verbindet, häufen sich Kommentare und man hält sich schnell an der reduzierten Identität, z.B. als Fachmann, fest, wo sozusagen Liebe und Leben nicht hingehören, und wo als Folge Urteilsfähigkeit eingeschränkt ist und fachmännische Lösungen verarmen. Kollegialen Kontakten ergeht es ebenso. Der Wert des Einzelnen als Persönlichkeit und mit seinen Bedürfnissen existiert nicht. Er wird mitnichten den Interessen der Firmen unterworfen, sondern ausschließlich der aus der Philosophie der Kritischen Theorie herrührenden Haltung, die eine Unterordnung als gegeben annimmt. Die Folgen sind verarmte menschliche Kontakte mit hohem Maß an Ignoranz, die kaum entwicklungsfähig sind, bis hin zu Einzelnen, die in solcher Umgebung sogar den Verstand verlieren, ganz abgesehen von denen, die krank dabei werden oder dort keine Chance auf Genesung haben. Trotzdem ist die Identifikation mit dieser Haltung weit verbreitet und man versucht ökonomischen Gewinn daraus zu ziehen. Für Männer bietet sie die einfache Möglichkeit, Frauen und deren Leistungen unterzuordnen.
Wer wollte nicht aufschreien, wenn er genau an diesem Punkt getroffen wird?
Alice Schwarzer ist die führende Philosophin unserer Zeit, die Philosophin des 21. Jahrhunderts und des 20. Jahrhunderts. Sie ging von der Frauenbewegung aus und analysiert kontinuierlich die gesellschaftlichen Verhältnisse im Ganzen und dokumentiert und veröffentlicht die Erkenntnisse. Aufgrund von Alice Schwarzers Bewertungen können Verhältnisse verändert werden. Die Grundlage ihrer Analysen sind eigene geschaffene Quellen, genaue Untersuchungen, andere einbezogene Quellen und deren Auswertung. Die Dokumentation dessen, zum Beispiel die Zeitschrift EMMA, ist selbst eine unschätzbare Quelle deutscher Geschichte und Gegenwart. Wenn die Aufklärung eine Allegorie hätte, so wäre es Alice Schwarzer.
“Der FrauenMediaTurm (FMT) ist ein Informationszentrum zur Geschichte der Emanzipation, ein Hort des lebendigen Gedächtnisses von Frauen.
Er wird genutzt von Wissenschaft, Medien und Politik. Seit 1994 hat das
zehn Jahre zuvor gegründete Archiv seinen Sitz in dem mittelalterlichen
Bayenturm zu Köln am Rhein. Der FMT ist im deutschsprachigen Raum
die thematisch umfassendste, modern erschlossene Spezialbibliothek
zu Geschlechtergerechtigkeit und Genderforschung.
Der FrauenMediaTurm (FMT) ist eine gemeinnützige Stiftung, die 1984 von Alice Schwarzer initiiert wurde, seither Vorstandsvorsitzende. Den Aufbau des Archivs ermöglichte über 20 Jahre eine Anschubfinanzierung von Jan Philipp Reemtsma.
Seit 1994 hat ‘Das feministische Archiv und Dokumentationszentrum’ seinen Sitz in dem wiederaufgebauten mittelalterlichen Kölner Bayenturm und nennt sich seither FrauenMediaTurm. Mehr darüber, wie Frauen diesen stolzen Ort eroberten und was sie darin tun, in: ‘Ein Turm für Frauen allein’ (1994).
Der FMT ist ein Hort des lebendigen Gedächtnisses von Frauen, ein Informationszentrum für Geschlechtergerechtigkeit und Genderforschung. Er wird genutzt von Medien, Forschung und Politik.
Der FMT ist Mitglied bei ida (dem Dachverband der deutschsprachigen Frauenarchive) und steht im Austausch mit den zentralen allgemeinen deutschen Archiven und Bibliotheken.
Der FMT ist seit September 2005 online. FMTonline wurde als Modellversuch gefördert vom
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.“ (FrauenMediaTurm).
Alice Schwarzers Gründungen, Initiativen, Mitgliedschaften, Auszeichnungen und Preise, Lebensdaten, Bücher als Autorin und Bücher als Herausgeberin:
1971 Initiierung der Aktion “Ich habe abgetrieben“ (veröffentlicht am 6.6.71 im “stern“), die zum Auslöser der Kampagne gegen den § 218 und der Neuen Frauenbewegung in der Bundesrepublik wurde. 1977 Gründung von EMMA, seither Verlegerin und Chefredakteurin. Ab 1977 Zahlreiche Initiativen und Kampagnen, u.a. gegen Pornographie: 1978 Initiierung des sogenannten “stern-Prozesses“, in dem zehn Frauen den “stern“ wegen frauenerniedrigender Titelbilder verklagten (Dem Prozeß schloß sich u.a. der “Deutsche Frauenrat“ mit sechs Millionen Mitgliedern an). 1987 Schwarzers Vorstoß für ein neues Anti-Pornographie-Gesetz. 1993 ihre exemplarische Analyse der Fotos von Helmut Newton als “sexistisch bis rassistisch und faschistoid”. Ab 1979 Zahlreiche Publikationen über die Entwicklung und Gefahr des religiösen Fundamentalismus, speziell des islamischen, darunter eine Reportage aus Teheran 1979, zwei Wochen nach der Machtübernahme Khomeinis sowie ein Sonderband/Buch 1991. 1983 Mitgründung des “Hamburger Instituts für Sozialforschung” von Jan Philipp Reemtsma. 1983 Gründung des “FrauenMediaTurm - Das feministische Archiv und Dokumentationszentrum”, Köln. Seither Vorstandsvorsitzende. 1984 Wahl in den P.E.N.-Club. 1988 Initiierung des 1. deutschen Fotografinnenpreises, bis 1995 alle 2 Jahre vergeben von einer unabhängigen Jury und EMMA. 1990 Initiierung des 1. deutschen Journalistinnenpreises, seither alle 2 Jahre vergeben von einer unabhängigen Jury und EMMA. 1998 Initiierung eines parteiübergreifenden Politikerinnenbündnisses, in dem seither Spitzenpolitikerinnen aller Parteien aktiv sind.
1991 “Von-der-Heydt-Preis” der Stadt Wuppertal (Kulturpreis für Lebenswerk) 1996 Bundesverdienstkreuz am Bande. 1997 “Schubart-Literaturpreis” der Stadt Aalen. 1997 “Frau des Jahres 1997” des Verbandes Deutscher Staatsbürgerinnen. 2003 “Zivilcourage-Preis” des Berliner CSD (Lebenswerk). 2004 “Goldene Feder” der Bauer Verlagsgruppe (Ehrenpreis). 2004 “Publikums-Bambi” für die Sendung “Wer wird Millionär?” mit Günter Jauch. 2004 “Chevalier dans l’Ordre National de la Légion d’Honneur”, Ernennung zum “Ritter der französischen Ehrenlegion”. 2004 “Staatspreis NRW”. 2005 Sachbuchpreis “Donauland”, Österreich. 2005 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse 2006 Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft Düsseldorf.
3.Dezember 1942: Geboren in Wuppertal-Elberfeld, Deutschland. 1959: Beginn der Berufstätigkeit (als kaufmännischer Lehrling). 1964-65: Sprachstudium in Paris. 1966-1968: Volontärin und Redakteurin bei den Düsseldorfer Nachrichten. 1969: Reporterin bei der Zeitschrift pardon. 1970-1974: Freie politische Korrespondentin in Paris für Funk, Fernsehen und Printmedien. 1970-1974: Studium der Soziologie undPsychologie an der Fakultät Vincennes, Paris. Ab 1970: Engagement in der Frauenbewegung, zunächst in Frankreich, später auch in der Bundesrepublik. Seit 1971: Zahlreiche Buchpublikationen bis 2005: als Autorin 21 Bücher, als Herausgeberin 16 Bücher und Sonderbände. 1974-75: Lehrauftrag für Soziologie an der Universität Münster. 1975-2000: Erscheinen des “Frauenkalender”, hrsg. von Alice Schwarzer und Ursula Scheu. Ab 1975: Verstärkte feministische Öffentlichkeitsarbeit: Veranstaltungen, Lesungen, Kampagnen etc. Verstärkte Arbeit im Fernsehen, als interviewter Gast und als interviewende Journalistin, u.a.: 1975 TV-Streitgespräch mit Esther Vilar (WDR), 1984 mit Rudolf Augstein (WDR) und Verona Feldbusch (ZDF); 1989 bis 1996 Teilnahme an der Ratesendung “Ja oder Nein?”, ARD; 1992 und 1993: Moderation der Talkshow “Zeil um Zehn” (HR); 1998 “Kreuzfeuer” (RTL): Serie von Interviews mit Spitzenpolitikern der Parteien (zusammen mit Johannes Gross) 1975: “Der kleine Unterschied und seine großen Folgen”, der erste feministische Bestseller in Deutschland (übersetzt in 12 Sprachen). 1977: Gründung von EMMA, seither Verlegerin und Chefredakteurin. EMMA ist heute mit rund 100.000 Druckauflage die weltweit einzige unabhängige feministische Publikumszeitschrift. Sie erscheint seit Januar 1993 im Zwei-Monats-Rhythmus (bis dahin monatlich).
2007: “Simone de Beauvoir. Ein Lesebuch mit Bildern”, Rowohlt, Reinbek 2007: “Simone de Beauvoir. Weggefährtinnen im Gespräch”, Kiepenheuer & Wisch, Köln 2007: “Das EMMA-Buch – die ersten 30 Jahre”, Collection Rolf Heyne, München 2007: “Die Antwort”, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005: “Liebe Alice! Liebe Barbara! Briefe an die beste Freundin.” Kiepenheuer & Witsch, Köln. 2003: “Alice Schwarzer porträtiert Vorbilder und Idole”, Kiepenheuer & Witsch, Köln. 2002: “Alice im Männerland – Eine Zwischenbilanz”, Kiepenheuer & Witsch, Köln. 2002: “Der kleine Unterschied und seine großen Folgen”, Protokolle und Essay. Fischer Verlag, überarbeitete Neuauflage. 2002: “Marion Dönhoff – Ein widerständiges Leben”, Biographie, Kiepenheuer & Witsch, Köln. Sonderausgabe mit aktuellem Vorwort. 2001: “Eine tödliche Liebe – Petra Kelly und Gert Bastian”, Essay, Kiepenheuer & Witsch, Köln, Neuauflage als TB. – Hörbuch (gelesen von Alice Schwarzer und Schauspielern), 260 Minuten, 2001 Verlag Hörbuch. 2000: “Der große Unterschied – Gegen die Spaltung von Menschen in Männer und Frauen”. Kiepenheuer & Witsch, Köln. – Hörkassette (gelesen von Alice Schwarzer + Sabine Falkenberg), 158 Minuten, 2001 Hoffmann & Campe. – TB im Fischer Verlag, 2002. 1999: “Simone de Beauvoir – Rebellin und Wegbereiterin”, Interviews. Kiepenheuer & Witsch, Köln (Neuauflage des Buches “Simone de Beauvoir heute”). 1998: “Romy Schneider – Mythos und Leben”. Kiepenheuer & Witsch, Köln. TB im Knaur Verlag, München 2000. – Hörcassette (gelesen von Hannelore Elsner und Alice Schwarzer), 145 Minuten, 2000 Steinbach Sprechende Bücher. 1997: “So sehe ich das”, 3. journalistische Bilanz mit Texten von 1992-1996. Kiepenheuer & Witsch, Köln (übersetzt in Chinesisch). 1996: “Marion Dönhoff - Ein widerständiges Leben”, Biographie, Kiepenheuer & Witsch, Köln. TB im Knaur Verlag, München, 1997 (übersetzt in Polnisch). –Hörcassette (gelesen von Marion Dönhoff und Alice Schwarzer), 180 Minuten, 1997 HörVerlag, München. 1993: “Eine tödliche Liebe – Petra Kelly und Gert Bastian”, Essay, Kiepenheuer & Witsch, Köln. TB im Heyne Verlag, München, 1994 (übersetzt in zwei Sprachen: Holländisch und Schwedisch). 1992: “Von Liebe und Haß”, 2. journalistische Bilanz mit Texten von 1982-1992 und autobiographischem Nachwort. Fischer Verlag, Frankfurt. 1989: “Warum gerade sie? Weibliche Rebellen. 16 Begegnungen mit berühmten Frauen”, Porträts. Luchterhand Verlag, Frankfurt – TB im Fischer Verlag 1991 (übersetzt in Holländisch). 1985: “Lohn: Liebe”, Protokolle und Esssay. Suhrkamp Verlag, Frankfurt (Neuauflage von “Frauenarbeit-Frauenbefreiung”). 1982: “Simone de Beauvoir heute – Gespräche aus 10 Jahren”, Interviews und Essay. Rowohlt Verlag, Hamburg (übersetzt in acht Sprachen: Englisch, Französisch, Spanisch, Holländisch, Dänisch, Türkisch, Persisch und Japanisch). 1982: “Mit Leidenschaft”, 1. journalistische Bilanz mit Texten von 1968-1982 und autobiographischem Vorwort. Rowohlt Verlag, Hamburg (übersetzt in Holländisch). 1981: “So fing es an – 10 Jahre neue Frauenbewegung”, Chronik. EMMA Verlag – TB bei dtv 1983. 1975: “Der kleine Unterschied und seine großen Folgen”, Protokolle und Essay. Fischer Verlag, Frankfurt (übersetzt in elf Sprachen, außer Englisch). 1973: “Frauenarbeit – Frauenbefreiung”, Protokolle und Essay. Suhrkamp Verlag, Frankfurt. 1971: “Frauen gegen den § 218” (das Abtreibungsgesetz), Protokolle und Essay. Suhrkamp Verlag, Frankfurt.
2002: “Die Gotteskrieger – und die falsche Toleranz”, Kiepenheuer & Witsch, Köln. 2000: “Man wird nicht als Frau geboren” – 50 Jahre nach dem “Anderen Geschlecht” von Simone de Beauvoir ziehen Schriftstellerinnen und Politikerinnen gemeinsam Bilanz: Wo stehen die Frauen heute?. Kiepenheuer & Witsch, Köln. 1994: “Turm der Frauen. Der Kölner Bayenturm. Vom alten Wehrturm zum FrauenMediaTurm”. DuMont Buchverlag, Köln. 1994: “PorNO”. Kiepenheuer & Witsch, Köln (aktualisierte Neuauflage vom gleichnamigen EMMA-Buch). 1991: “Schwesternlust und Schwesternfrust. 20 Jahre Neue Frauenbewegung – eine Chronik”. EMMA Verlag, Köln. 1991: “Das neueste EMMA-Buch”. dtv, München. 1991: “KRIEG. Was Männerwahn anrichtet – und wie Frauen Widerstand leisten”, gegen Krieg und islamischen Fundamentalismus. EMMA Verlag, Köln. TB 1992 Fischer Verlag, Frankfurt. 1990: “Fristenlösung jetzt!” EMMA Verlag, Köln (aktualisierte Neuauflage von “Weg mit dem § 218!”). 1988: “Auf Kosten der Frauen. Frauenrechte im Sozialstaat”, Hrsg. Gerhard/Schwarzer/Slupik, Beltz, Weinheim. 1988: “PorNO”. EMMA Verlag, Köln. 1986: “Das neue EMMA-Buch”. dtv, München. 1986: “Weg mit dem § 218!” EMMA Verlag, Köln. 1984: “Durch dick und dünn”. EMMA Verlag, Köln. TB 1986 im Rowohlt Verlag, Hamburg. 1982: “Sexualität”. EMMA Verlag, Köln. TB 1984 im Rowohlt Verlag, Hamburg. 1981: “Das Emma-Buch”. dtv, München. 1980: “Wahlboykott”. EMMA Verlag, Köln.
Das Bewusstsein der Wissenschaft
Das alles ist absolut noch lange nicht ausreichend im Bewusstsein der Wissenschaften und der Allgemeinheit angekommen. Ebenso sind die Bücher, die ganz verschiedene Aspekte haben, Protokolle von Menschen in bestimmten Lebensphasen, Gespräche mit Persönlichkeiten, die politischen und philosophischen Schlussfolgerungen daraus, die philosophischen Standpunkte, und die Fernsehgespräche mit, politisch oder gesellschaftlich, extrem gegensätzlichen Gesprächspartnern, historische Quellen. So etwas hat es noch nie gegeben! Alice Schwarzer ist an Urteilskraft und an Information, die sie bewirkt, und auch als Mensch völlig einmalig und sie geht stringent von der Philosophie der Aufklärung aus. Alice Schwarzers Philosophie ist der einzige und notwendige Gegenpol zu Horkheimer und Adorno und der Philosophie der Kritischen Theorie.
Noch einmal: Z.B. EMMA. Ein typisches Produkt unserer Gesellschaft mit allen Standards, wie starke Titelbilder, Titelstory, Dossier, Editorial, Repräsentanz der politischen und aktuellen Themen, Vielfalt der Themen, Kampagnen, Serien, Rubriken, Comics, Rolle der Fotos, Leserbriefen, den Merkmalen einer klassischen Publikumszeitschrift von extrem hohem Unterhaltungs- und Informationswert, bietet auf allen Kanälen volle Information und Bewertung. Sie kann zum Schreien komisch sein. EMMA entspricht Alice Schwarzers Philosophie der Aufklärung in dem was sie ist und in dem was sie bietet. Sie ist nicht nur, weil sie von Frauen gemacht wird, unschlagbar und notwendig, sie ist es auch in jeder Hinsicht als modernes Medium. Sie bietet die größte Differenziertheit zu allen politischen Themen. Sie ist genau das, was alle haben wollen, was aber mancher nicht zu sagen wagt. Mit EMMA hat man eine Stimme, die sonst fehlen würde, die es sonst nicht gäbe, und zwar die Stimme, die alles bietet, die am meisten Spaß macht, die das schreibt, was man sonst vergeblich sucht. Andere Medien, allen voran Frauenzeitschriften, sind direkt abhängig von der geltenden Herrschaftsideologie und richten sich z.B. nach der Wissenschaftsgläubigkeit. Die Verkaufszahlen anderer Publikumszeitschriften sinken sofort, wenn sie nur einmal die Diätseite auslassen. Die Autoren entsprechen den ungeschriebenen Gesetzen der Herrschaftsideologie, die von der Politik und von den intellektuellen Leitmedien zum Ausdruck gebracht oder verkündet werden, auch wenn ihnen wohl klar ist, dass Wissenschaftsgläubigkeit immer eine Seite der Herrschaftsideologie war und ist und z.B. Diäten das Gesundheitssystem belasten, auch wenn ihnen klar ist, dass es ihre Aufgabe, auch die journalistische, wäre, das Ausmaß zu ergründen und aufzuzeigen. Dazu benötigen sie einen unabhängigen Standpunkt. Die Zeitschrift EMMA wird diesem unabhängigen Standpunkt gerecht.
Der Schlüssel zur Zukunft
Alice Schwarzer hat den Schlüssel um nachhaltig eine Philosophie der Freiheit im gesellschaftlichen Bewusstsein zu fördern und so in eine Zukunft zu gehen. Sie kann Deutschland von einer Obrigkeits- oder Machtvorstellung in den Köpfen befreien, die als Macht real lange nicht mehr existiert und deren Überwindung es gerade ist, die eine Gestaltung der Welt ermöglicht. Alice Schwarzer bezieht alle wesentlichen Faktoren in ihr Handeln ein. Die Verlegerin Alice Schwarzer hat sich für ein wirtschaftliches Unternehmen entschieden und nicht etwa für die Form einer Non-Profit Organisation, die von überwiegend männlichen Geldgebern der Fundraising Organisationen abhängig gewesen wäre.
Man muss für eine erfolgreiche Ökonomie die gesellschaftlichen Ereignisse und sozialen und sozialwissenschaftlichen und philosophischen Zusammenhänge in die Untersuchungen und Entscheidungen einbeziehen. Fortschritt ist nur möglich, wenn sich Gesellschaft und Ökonomie nicht gegeneinander abschotten, sondern sich gegenseitig bedingen.
Viel später, in den 80er Jahren, hat sich zum Beispiel auch ein Investment Makler Gedanken über die Verbindung von Gesellschaft und Ökonomie gemacht.
Alice Schwarzer berücksichtigt alle diese Faktoren. Alice Schwarzer handelt politisch, in einem demokratischen System und bezieht alle gesellschaftlichen Kräfte ein, äußert sich für die Medien und das Fernsehen, verlegt eine Zeitschrift, führt ein erfolgreiches Unternehmen, steht anderen Unternehmen vor, ist unabhängig von Geldgebern, vermittelt die stärkste Philosophie, baut ihre Vorstellungen auf das Fundament der deutschen und europäischen Geschichte, wirkt auf die Verbesserung der sozialen Verhältnisse ein, schafft eine leidenschaftliche Ästhetik, schreibt eine außerordentliche Literatur, initiiert und konzeptioniert kulturelle Ereignisse, tritt auf zu substantiellen und spannenden Beiträgen in Fernsehshows und in Veranstaltungen, erzeugt gesellschaftliche Bewusstseinsbildung, weist auf den Wert unserer Rechtsprechung hin, stößt notwendige Gesetzesänderungen an, und dazu Spiel, Spaß und noch ´ne Runde!
Das Tabu der Macht
Die Frauenbewegung und der Feminismus hat einen Namen: Alice Schwarzer.
Niemandem verdankt die Frauenbewegung und der Feminismus so viel, wie Alice Schwarzer. Alle, die behaupten, der Feminismus gehöre ihnen ebenso oder gar eher, befinden sich in einem großen Irrglauben. Alles, was Alice Schwarzer dem Feminismus schenkt, gehört ihr allein, sie hat es selbst geschaffen und zum Erfolg gebracht. Kein anderer tut das in auch nur annähernd vergleichbarer Weise und keiner außer Alice Schwarzer bezieht auf dem Level der obersten Chefetagen und der Machtstrukturen Position, dort, wo allein es möglich ist, grundsätzliche Veränderungen von Frauenrollen und überhaupt von Vorstellungen des Zusammenlebens herbeizuführen. Alice Schwarzer gibt auf alle Fragen Antworten. Alice Schwarzer fasst das Tabu der Macht an und zieht es aus der Grauzone der Verunsicherung, dem Verbot in den Köpfen, der aktuell zunehmenden Mystifizierung und der Bevormundung und bringt ans Licht, was zur Entwicklung und zum Erhalt einer fortschrittlichen Gesellschaft notwendig und unerlässlich ist. Alice Schwarzer fördert Kritik an den entscheidenden Missständen, Auseinandersetzung überall und an den entscheidenden und politischen Stellen, sie schafft entschiedene Lösungen mit den vorhandenen Möglichkeiten unserer Gesellschaft der Gewaltenteilung.
Grundlagen für die Legislative
“Die Antwort” von Alice Schwarzer ist ein philosophisches und programmatisches Buch, wie schon “Der kleine Unterschied und seine großen Folgen” es war und bereits ihre Flugblätter und Schriften Anfang der 1970er Jahre. Alice Schwarzer hat damals schon die Antwort auf Max Horkheimer und Theodor W. Adorno gegeben. Sie war immer unabhängig von den politischen Parteien. Alles, was sie früher schrieb, gilt heute genauso wie damals. Alice Schwarzer ist die führende Ideologiekritikerin. Alice Schwarzer schafft eine eigene Ideologie. Sie schafft Grundlagen, die bestehen bleiben, auf die man bauen kann. Dies kann die politische Legislative schon aus ihrer Definition heraus nicht. Die aktiven Frauen in den Parteien, genau wie auch ihre männlichen Kollegen, können nur innerhalb von Wahlperioden handeln. Erfolge, die sie erzielen können, würden immer wieder auf Null zurückfallen, wenn diese nicht in der Gesellschaft aufgenommen, diskutiert und die Ergebnisse der Gesellschaft wieder zurückgegeben werden. Politik wird in diesem Wechselspiel erst effektiv. Eine starke Gesellschaftsideologie ist notwendig, die einzelne Politiker nicht zu beliebigen Zwecken missbrauchen können
“Wertvorstellungen in der Krise” könnte man leider unsere Zeit überschreiben. Politische Beschlüsse finden keine Akzeptanz. Die Medien wirken gelangweilt und selbstgefällig. Internetforen und -cafes nützen nichts ohne inhaltliche Anstöße. Dabei ist die Ernsthaftigkeit des Auftrags des öffentlich rechtlichen Rundfunks gerade, Ende 2007, vom Bundesverfassungsgericht bestätigt worden. Der Auftrag, sieht vor, dass die Sender eine grundlegende, umfassende Information und Möglichkeit zur medialen Anteilnahme am öffentlichen Leben sicherstellen müssen. Die Krise belastet den Rechtsstaat. Zurzeit leisten die Gerichte Aufklärung. Die Politik übt sich in Selbstbehauptung, die Medien scheinen sich in Richtung Gleichschaltung zu bewegen. Sie kastrieren bereits ihre eigene Geschichte. In Diskussionsforen wird Bevormundung geübt. Anstatt mit dem Bürger von der Globalisierung zu profitieren, versteckt man sich gegenüber dem Bürger hinter der Globalisierung. Jeder versucht Macht zu gewinnen, nicht um etwas zu vermitteln, sondern um sich gegen andere durchzusetzen und nutzt dazu alle greifbaren Mittel.
Es gibt eine Frau, die der Lage gewachsen ist. Alice Schwarzer.
Alice Schwarzer ist eine riesige Chance für Deutschland. Alice Schwarzer ist der ideale Bundespräsident. Sie ist die beste Wahl zum Bundespräsidenten. Alice Schwarzer gibt diesem Land eine Identität und eine Geschichte. Innenpolitisch und außenpolitisch, in Europa und in Bezug auf die Welt, Alice Schwarzer ist der beste Bundespräsident. Alice Schwarzer hat den Schlüssel für die Zukunft. Sie wäre die Präsidentin des Fortschritts, der größten gesellschaftlichen Erfolge, um nur weniges zu nennen.
Aus dem Auftrag des öffentlich rechtlichen Rundfunks ergibt sich die Notwendigkeit, Alice Schwarzer ihrer tatsächlichen Bedeutung entsprechend im Programm des Fernsehens, Radios und Internets zu präsentieren und zu repräsentieren.
Alice Schwarzers Erfolg in der Bewusstseinsbildung und gesellschaftlicher Veränderung ist extrem groß. Ihr Werk und wie es sich darstellt, setzt sich von Anfang an ihres Schaffens Stück für Stück zusammen und heute blickt man auf eine politische und philosophische Gesellschaftsideologie von allgemeiner Bedeutung. Es ist notwendig, die heute geltende, und wie man immer wieder sieht, leider auch wirksame Herrschaftsideologie abzulösen. Alice Schwarzer, mit ihrer Ideologie der Hoffnung, ist die einzige Persönlichkeit mit solcher Kraft und Ausstrahlung in die Gesellschaft hinein. Sie kann die zurzeit wirksame destruktive Ideologie ablösen.
Sie bewirkt Veränderung unter Einbeziehung aller gesellschaftlichen Faktoren. Man sollte ihre Werke einmal genau zur Kenntnis nehmen, man wird sich eingestehen müssen, dass sie uns zeigt, wie man mit den eigenen Zielen erfolgreich ist und dass wir das selbst nicht für möglich halten.
Sie ist die Persönlichkeit unserer Zeit, die das Entscheidende und Grundlegende bewirkt. Alice Schwarzer kann eine Utopie zu Wirklichkeit machen.
Alice Schwarzer ist das wichtigste Thema
Wann hat es je einen Menschen gegeben, der so entschieden, so treffend, mit so gezielt eingesetzter Energie für die Freiheit gekämpft hat und so viel erreicht hat, wie Alice Schwarzer? Mein eigener Text bringt mich dazu, auszudrücken, dass ich am Anfang des Schreibens nicht wusste, dass ich jetzt hier landen würde. Aber Alice Schwarzer ist das wichtigste Thema unserer Zeit. Sie und ihre Ideologie umfassen alle Chancen für die Zukunft. Es ist ein riesiges Glück, dass es sie gibt. Und es ist auch notwendig, sie zum Thema zu machen und ihren, in den Anfängen bereits historischen, grundlegenden Beitrag zur Festigung der Demokratie und überhaupt ihren zukunftsweisenden Beitrag zu unserer Gesellschaft endlich voll einzubeziehen und herauszustellen. Die Gesellschaft muss doppelbödiges Verhalten und Schuldkomplexe aufgeben. Man darf sich nicht deshalb frei fühlen, weil man angepasst ist oder sich unterworfen hat, frei, die Unterordnung auch von anderen zu fordern. Ich bin begeistert, Alice Schwarzer als Vorbild zu haben. Ich wäre auch froh, wenn ich und direktfoto etwas zur Festigung der Demokratie in unserer Gesellschaft und natürlich zur Gleichberechtigung beitragen.
Direktfoto nimmt Fahrt auf
Berufspraktikantinnen können bei direktfoto viel lernen und werden in die Arbeit einbezogen. Schülerinnen und interessierte Jugendliche können an Projekten zu verschiedenen Themen, auch aus ihrer eigenen Welt teilnehmen und lernen, ihre Vorstellungen inhaltlich, thematisch auseinanderzusetzen und mit medialen Mitteln journalistisch darzustellen.
Nehmen wir das Leben und die digitale Revolution in die eigenen Hände. Die Vielfalt, die heute jedem zugänglich ist, ermöglicht neue Formen der Wahrnehmung, der Kreativität und des Austauschs.
Produzieren wir eigene Ansichten!
Die Sichtweisen von direktfoto sollen reichhaltig, rigoros, vielfältig, aufklärerisch, politisch und von den Standpunkten her, wenn nötig, gewagt sein.
Mit vollen Segeln in die Zukunft
Alice Schwarzer bietet die stärkste Grundlage zu einer konzeptionell und praktisch fortschrittlichen Gestaltung der eigenen Arbeitsweise und der Projekte und Produkte, effizient und pointiert.
Alice Schwarzer hat ihre Rolle immer selbst definiert, die Zusammenhänge von einem unabhängigen Standpunkt gesehen. Sie hat auch die Grenzen in Frage gestellt und durchbrochen, die für den schnellen Erfolg gern akzeptiert werden. Wenn heute eine junge Frau, die z.B. Kapitänin werden will, sagt “ich will nicht die Welt verbessern, ich will den Job.” drückt das aus, dass die Jugendlichen nichts mehr mit dem Anspruch der Gesellschafsgestaltung zu tun haben wollen. Wie groß unsere Reserven an Fortschritt sind, sieht man daran, dass es Unternehmen wie die Zeitschrift EMMA oder den FrauenMediaTurm erst ein einziges Mal gibt. Die Agentur direktfoto will Fotos aufnehmen und vermarkten, Reportagen veröffentlichen, reichhaltige Beiträge schreiben und zur Diskussion stellen und will dazu die Vielfalt der modernen Medien nutzen.
Mit Alice Schwarzer als Bundespräsident würde das erst so richtig Spaß machen. Alice Schwarzer als Bundespräsident wäre eine ungeheure Motivation, sie würde einen Motivationsschub durch alle Schichten bis ins Management verursachen, der jeden erfassen würde und der bewirken würde, dass man sich zum Nutzen und Gewinn jedes Einzelnen, der Familie oder des persönlichen Zusammenhangs und der ganzen Gesellschaft aufeinander bezieht.
Was Alice Schwarzer in ganz Deutschland und in den besonders schwierigen Gegensätzen in der Gesellschaft verursachen würde, hat etwas Ähnlichkeit mit dem, was Merkel anfangs in der Politik verursacht hat. Es reicht von Identifikation bis Integration, bis Kontroverse, Kampagne, Problemlösung.
Alice Schwarzer polarisiert in der ihr eigenen Art und schafft die kürzeste und stärkste Verbindung zwischen den Gegensätzen.
Alice Schwarzer ist die bedeutendste Frau der Welt.
Wenn Alice Schwarzer zum Bundespräsidenten gewählt wird, ist das gut. Wenn Alice Schwarzer die Wahl annimmt, können sich alle glücklich schätzen.
Ich wünsche mir, dass Alice Schwarzer zum Bundespräsidenten gewählt wird und dass Alice Schwarzer die Wahl annimmt.
Ute Voigt, 2007, 2008
Quellen
• Alice Schwarzer: Die Antwort, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN: 978-3-462-03773
• Alice Schwarzer: Der kleine Unterschied und seine großen Folgen, Frauen über sich, Beginn einer Befreiung, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 2. Auflage September 2004, ISBN: 3-596-15446-4
• Alice Schwarzer: Frauen gegen den § 218 18 Protokolle, edition suhrkamp 546, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1. Auflage 1971
Verwendete Literatur
• LeMO “Lebendiges virtuelles Museum Online”, Hrsg. Deutsches Historisches Museum GmbH, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, http://www.dhm.de/lemo
• Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org
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